Schwarzwaldverein Haiterbach e. V.

Ortsgruppe im Bezirk Nagoldtal

Krippenbesuch in Malmsheim

Nicht nur zum Wandern, auch in Sachen Kultur ist der Schwarzwaldverein Haiterbach ab und zu unterwegs. Diesmal lud der Verein alle Interessierten, und vor allem die Freizeitwanderer, zu einer ganz besonderen Krippenausstellung nach Malmsheim ein. Die Krippe steht in diesem Jahr unter dem Motto "Frieden auf Erden".

Es handelt sich dabei nicht um eine Krippe im eigentlichen Sinn, sondern um Darstellungen aus aller Welt einst und jetzt, die mit Puppen und symbolischen Gebäuden aufgebaut sind.

Schon beim Eintritt in die Kirche ist man erstaunt und überrascht. Der ganze Kirchenraum ist eine einzige Ausstellung. Ringsherum an den Wänden sind mit großen handgefertigten Puppen Szenen aus den Brennpunkten der Welt dargestellt.

Krippenbesuch in Malmsheim

Gleich im Eingangsbereich wird auf Malala aus Pakistan eingegangen, die für die Rechte der Mädchen in ihrer Heimat und auf der ganzen Welt kämpft. Es geht weiter mit so bekannten Persönlichkeiten wie Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Mutter Teresa, Albert Schweizer, Nelson Mandela und vielen mehr, die für Frieden in der Welt, und gegen das Elend kämpften.

Im Altarraum sind Szenen der aktuellen Krisenherde unserer Zeit zu sehen. Eine Mauer, die das heutige Jerusalem von Bethlehem trennt. Ein Flüchtlingsstrom zieht an zerschossenen und brennenden Häusern vorbei und auch die Ukraine ist mit typischen orthodoxen Kirchen vertreten.

Alles ist sehr plastisch und eindrucksvoll aufgebaut, man kann sich gut vorstellen, was für eine Arbeit hinter alledem steckt, und vor allem wie viel Liebe zum Detail hier aufgewendet wurde. Noch ganz beeindruckt von der Vielfältigkeit der dargestellten Szenen lauscht man Pfarrer Pitzal, der das Ganze noch ausführlich erläutert. Außerdem berichtete er von den besonders rührigen Sternsingern der Gemeinde, die schon sehr viel Geld gesammelt haben, das ausnahmslos dafür verwendet wird, dort zu helfen, wo die Not am größten ist.

Für das leibliche Wohl der Teilnehmer wurde bestens gesorgt. Im Pfarrsaal gleich neben der Kirche wurde man mit Kaffee und Kuchen gut bewirtet. Es nahmen etwa 50 Teilnehmer an der Ausfahrt teil, die sich ganz herzlich bei der Wanderführerin Hilde Englerth bedanken, die diese Sehenswürdigkeit ausfindig gemacht hat.

Auf den Spuren der Steinzeitmenschen

Einen Ausflug in die Frühgeschichte der Menschheit machte kürzlich der Schwarzwaldverein Haiterbach. Ziel dieser Ausfahrt war das Lonetal auf der Ostalb in der Nähe von Gingen/Heidenheim.


Auf dem Weg zum Archäopark

Da ein Schwarzwaldverein so etwas auch immer mit einer Wanderung verbindet, stiegen die Teilnehmer ca. 10 km vor dem Archäopark aus dem Bus und machten sich auf den Weg. Die Strecke führte durch das schöne Lonetal immer am Bach entlang. Leider war dieser ausgetrocknet. Im wasserdurchlässigen Karstgestein der Alb ist das keine Seltenheit. Schon unterwegs kam man an einigen Höhlen vorbei, die unseren Vorfahren als Unterschlupf gedient haben. Hier wurden auch die wohl frühesten bekannten Kunstwerke der Menschheit gefunden, geschnitzt aus den Zähnen der damals lebenden Mammuts.


Gruppenbild vor einer der zahlreichen Höhlen im Lonetal

Nach gut zweieinhalb Stunden waren die Wanderer dann am Ziel, dem Archäopark Vogelherd angekommen. Den Park gibt es erst seit einem Jahr. Auf diesem Areal wird gezeigt, wie vor ca. 70.000 Jahren erst der Neandertaler und vor ca. 30.000 Jahren der frühe Homo Sapiens gelebt haben. Diese Jäger haben mit Speeren die riesigen Mammuts gejagt und ansonsten von dem gelebt, was die Natur zu bieten hatte. Hatte man das Glück, mit den einfachen Waffen einen Mammut zu erlegen, war die Sippe für zwei Monate mit Fleisch versorgt. Wenn in einem Jagdrevier nichts mehr zu holen war, zog man einfach weiter. Die leichten Zelte, die außer den natürlichen Höhlen als Behausung dienten, waren schnell abgebrochen und an anderer Stelle wieder aufgebaut.

Anschaulich demonstriert wurde die damalige Lebensweise durch kurze Aufführungen und Videofilme. Feuer kannte man wohl schon und Wasser war lebensnotwendig, um eine Zeitlang an einem Ort zu bleiben. Als Bekleidung dienten die Felle der erlegten Tiere und auch die Zelte wurden damit wohnlich gemacht und vor allem gegen Witterungseinflüsse abgedeckt und ausgekleidet.

Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt fuhren die Teilnehmer, beeindruckt von dem Gehörten und Gesehenen noch ein paar Kilometer weiter, um in einem der schönen Landgasthöfe auf der Alb noch ein Abendessen einzunehmen, bevor es wieder Richtung Heimat ging.

Danke an das Ehepaar Christa und Herbert Kress, denen wir diesen interessanten Ausflug in die Vor- und Frühgeschichte der Menschheit zu verdanken hatten.

Herbstliche Wanderung von Neuhengstett nach Calw

Am Sonntagmorgen war noch strahlend schönes Wetter, so dass man auf einen optimalen Wandertag hoffen konnte. Leider war es dann über Mittag vorbei mit Sonnenschein; aber zur Abfahrt waren immerhin 25 Wanderlustige gekommen.

Wir wanderten von Neuhengstett aus durch den herbstlich bunten Wald hinunter Richtung Calw. Später dann an einem Bach entlang, der sich bei einer Bahnunterführung mitten im Wald als Wasserfall zu Tal stürzt. Wenige Schritte weiter tat sich eine wunderschöne Sicht nach Hirsau auf, die wir alle sehr genossen.

Leider fing es dann doch zu regnen an, noch ehe wir Calw erreicht hatten. Wir ließen deshalb den vorgesehenen Stadtbummel durch die Innenstadt ausfallen und flüchteten so schnell wie möglich ins Trockene, d.h. ins Gasthaus Rössle. Ein paar nicht ganz so Wasserscheue schauten sich aber doch noch den Hermann Hesse an, der bei der Brückenkapelle aufgestellt ist.

Unsere Abschlußeinkehr im Rössle erwies sich als Glücksgriff. Nicht nur, dass das Lokal selbst wunderschön war, auch das Essen schmeckte allen hervorragend, so dass trotz Regenwetter alle zufrieden waren. Wie sagt man doch: Ende gut, alles gut.

Wir bedanken uns bei den Wanderführern Ernst Günther und Walter Buhl für die Wanderung und für das nette Gasthaus zur Schlußeinkehr


Gruppenbild mit Hermann Hesse

Gruppenbild mit Hermann Hesse