Hochgebirgstour am Saentis
Das mächtige Gebirgsmassiv in den Schweizer Alpen war kürzlich das Ziel von 14 Wanderinnen und Wanderern des Schwarzwaldvereins Haiterbach. Ausgangspunkt der 2 tägigen Tour war der kleine Ort Wasserauen. Per Seilbahn fuhr die Gruppe zur Ebenalp (Bergstation 1590 m).
Nach Besichtigung der Wildkirche, einer in den Fels gebauten Kirche mit höhlenartigem Predigtsaal, machte die Gruppe Mittagsrast auf der Schäfler-Alpe (1924 m). Danach begann auf einem schmalen, seilgesicherten Steig erstmal ein kurzer Abstieg und dann ein Wiederaufstieg zum Lötzisalpsattel. Es regnete immer wieder und die Sicht wurde schlechter. Vom Gipfel des Säntis mit seinem hohen Funkturm war nichts zu sehen. Immer wieder stürmte es mächtig.
Erst kurz vor dem Säntis-Gipfel riß die Wolkendecke kurz auf und gab den Blick frei. Der letzte, schwere Aufstieg war einzusehen. Über ein steiles Schneefeld erreichten die Wanderer einen schmalen und ausgesetzten Felssteig der jedem Klettersteig Ehre macht. Die Hände froren an den kalten Stahlseilen. Oben auf einem Sattel unterhalb des Gipfels angekommen stürmt es heftig. Glücklicherweise hatte der Regen aufgehört. Nun war der Gipfelaufstieg einsehbar. Dieser Aufstieg flößte mächtig Respekt ein. In einer fast senkrechten Felsrinne waren Stufen als Aufstiegshilfe eingemeiselt. An den Sicherungsseilen hängend gab es keine Verschnaufpause. Oben angekommen führte ein Stollen in das Untergeschoß der Säntisbahn. Über einen weiteren Stollen erreichten die Gipfelstürmer das Berghaus Säntis (2503 m). Die Aussicht war gleich null. Nach einem Hüttenabend mit Gesang ging es ins Matratzenlager.
Der Sonntagmorgen empfing die Gruppe mit strahlendem Sonnenschein und herrlicher Sicht hinunter zum Bodensee und hinüber zu schneebedeckten Gipfeln. Früh begann der lange Abstieg hinunter nach Wasserauen (868M). Der Abstieg begann so wie der Aufstieg endete, nämlich auf einem Klettersteig. Hier kamen der Gruppe immer wieder Wanderer entgegen denen man mühsam ausweichen musste. Keiner wollte das Sicherungsseil loslassen. Die Mittagsrast wurde auf der Meglisalp inmitten einer wunderschönen Bergwelt gehalten. Gegen 14 Uhr war die Gruppe wieder bei den Autos angekommen.
Die Wanderer bedankten sich bei den beiden Wanderführern Horst Conzelmann und Karl-Friedrich Knorr für die sichere Führung.
Autor: Walter Buhl