Wandern auf Mallorca
Was das Wetter anbelangt, stand die dritte Wanderwoche auf Mallorca diesmal unter keinem guten Stern. Ein hartnäckiges Tief über dem Mittelmeer sorgte für kühles und regnerisches Wetter auf der grössten Baleareninsel. Die 48 Reiseteilnehmer dachten, dass sie dem naßkalten Wetter zuhause für ein paar Tage entfliehen würden, während der Wanderwoche auf Mallorca. Es war zwar mit ca. 15 Grad deutlich wärmer als daheim, aber die Sonne machte sich sehr rar und es regnete mehr oder weniger fast jeden Tag mindestens einmal, aber öfters auch öfters. Doch trotz des für Mallorca ungewohnt schlechten Wetters, wurde das geplante Wander- und Ausflugsprogramm mit kleinen Abweichungen durchgezogen, frei nach dem Motto: „Wanderwetter ist immer, es kommt nur auf die richtige Kleidung (und Einstellung) an“.
Untergebracht waren die Schwarzwaldvereinsler im schönen Paguera, westlich von Palma. Es waren auch Teilnehmer von den Nachbar Ortsgruppen Altensteig, Nagold und Wildberg mit dabei. Unter der bewährten Führung der „einheimischen“ Wanderführer Inge und Norbert, beide leben seit vielen Jahren auf der Insel, ging es mit dem Bus zu den jeweiligen Ausgangspunkten der Wanderungen. Diese zum Teil langen Anfahrten, führten die Reisegruppe über die ganze, landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Insel. Mandel- und Olivenbäume wechseln sich mit Orangen- und Zitronenbäumen ab. Beeindruckend auch die auf Felsen wachsenden Steineichenwälder.
Gewandert wurde im Norden der Insel bei Alcudia, auf der Halbinsel La Victoria sowie im Süden bei San Telmo und im Osten, bei den unter Naturschutz stehenden schönen Buchten der Cala Mondrago und dem Naturhafen von Cala Figuera. Auch die Drach-Höhle bei Porto Christo wurde besichtigt. Der regenfreie, letzte Wandertag führte in das Tramutana Gebirge im Nordwesten der Insel, auf das „Dach der Welt“ zu dem Zuckerhut förmigen Gipfel des 1090 m hohen „L’Ofre`“, von wo man eine herrliche Aussicht über die Insel genießt. Auch reizvolle Ausblicke aus dem Gebirge hinunter nach Soller und Fornalutx belohnten die Wanderer. Zwischenstops wurden eingelegt beim Kloster Lluch, dem bedeutensten Wallfahrtsort der Insel sowie in Valdemossa. Ein Abendausflug nach Palma mit einem Stadtrundgang und einer Einkehr rundete das Programm ab.
Nach dem der Wetterbericht für Deutschland schönes Frühlingswetter vorher sagte, viel der Abschied von der Insel diesmal nicht schwer. Trotz wechselhaftem Wetter war die Stimmung in der Reisegruppe aber die ganze Woche über gut. Echte Wanderer lassen sich auch vom Regen eben nicht unterkriegen und der „Vino tinto“ aus dem Rucksack schmeckte trotzdem.
Autor: Karl Buhl