Radtour Passau - Wien
Auf dem Donau Radweg von Passau nach Wien
Nach dem in den zurückliegenden Jahren von der Donauquelle in Donaueschingen bis Passau geradelt wurde, unternahm der SWV-Haiterbach nun eine Radtour an der österreichischen Donau, von Passau nach Wien. Bei sommerlich heißen Temperaturen haben 27 Teilnehmer die 321 km in 4,5 Rad-Tagen zurückgelegt. Damit wurde nun, mit insgesamt 920 km, rund ein Drittel der gesamten Flusslänge abgeradelt. Die Donau ist nach der Wolga, der zweitgrößte Fluss Europas und fließt durch acht Staaten. Sie ist mit 2.800 Kilometer gut 1.000 Kilometer länger als der Rhein und ihr Einzugsgebiet ist viermal so groß wie seines. Aus dem kleinen Bach im Donaueschinger Schlosspark, ist bereits nach Passau ein mächtiger Strom geworden, der bei Wien eine Breite von 450 Metern erreicht. Die Donau war lange Zeit die wichtigste Völkerstraße zwischen Mitteleuropa, Zentralasien und Südrussland.
Das österreichische Teilstück des Donauradwegs führt überwiegend direkt an der Donau entlang, ist nun durchgehend asphaltiert und zählt zu den schönsten Fernradwegen Europas. Dabei werden unterschiedliche Landschaften durchfahren. Zu den schönsten Teilstrecken zählen sicherlich die Schlögener Schlinge, das Strudengau und die Wachau. Neben landschaftlichen Schönheiten, findet man abseits des Radwegs zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten: Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster. Am bekanntesten ist davon das Benediktinerstift Melk. Zwischen Melk und Krems liegt die viel besungene Wachau, eine Weinlandschaft, welche an die Mosel erinnert. Die Übernachtungsquartiere waren im schönen Linz, in Persenbeug, in Krems und in Wien. Am letzten Reisetag wurde bei einer geführten Stadtrundfahrt Wien besichtigt. Mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten, sollte man mehrere Tage Zeit haben, um diese schöne Stadt, mit ihrer langen und großen Geschichte kennen zu lernen. Etwas kühler sollte es dabei allerdings sein. Die Tagestemperaturen erreichten in Wien die 40 Grad Marke (im Schatten). So, dass man froh war der Hitze zu entfliehen, als man wieder die lange Heimreise antrat.
Dies war die zwanzigste mehrtägige Radtour, die der Schwarzwaldverein Haiterbach seit 1988, in ununterbrochener jährlicher Folge, durchgeführt hat. Diese Radtour stellte in mehrfacher Hinsicht einen Rekord auf: Sie war die längste Tour (eine ganz Woche), sie fand bei den höchsten Temperaturen statt und führte am weitesten weg. Zwischen Wien und Haiterbach liegen 740 Auto-Kilometer. Die Heimfahrt dauerte gute 12 Stunden mit dem Bus, Pausen eingerechnet.
Auf der Heimfahrt, bei der Mittagsrast in einem Gasthof in der Nähe des Chiemsee's, gab es dann noch ein zufälliges (und seltenes) Ereignis. Die Teilnehmer an der Fahrt nach Metnitz, zum Partnerschaftsjubiläum, trafen mit ihren zwei Bussen zur gleichen Zeit in demselben Gasthof ein. Dieses zufällige Zusammentreffen der beiden Haiterbacher Reisegruppen, unweit der Autobahn, löste natürlich ein großes "Hallo" aus. Man wünschte sich eine gute Fahrt und setzte die Reise nach dem Mittagessen in entgegen gesetzter Richtung fort.