Schwarzwaldverein Haiterbach e. V.

Ortsgruppe im Bezirk Nagoldtal

Bergwanderungen im Wipptal

Zwischen Stubai- und Zillertaler-Alpen

Eine gemeinsame Wanderwoche verbrachten die beiden Schwarzwaldvereine Altensteig und Haiterbach in Tirol. Das Wipptal am Brenner und seine Seitentäler, waren das Ziel der 43 köpfigen Reisegruppe. Die Meisten kennen es nur von der Durchfahrt auf dem Weg in den Süden. Fährt man von Innsbruck hinauf auf den Brennerpass, ahnt man nicht, welche reizvollen Seitentäler hier zum Wandern und Erholen einladen.

Das Stubaital ist ja bestens bekannt, aber wer kennt schon das Gschnitztal, das Navistal oder eines der anderen Seitentäler hinauf auf dem Weg zum Brenner? Die Teilnehmer dieser Wanderwoche haben nun einige dieser schönen Seitentäler kennen gelernt. Standquartier der Reisegruppe war im Obernbergertal, unweit vom Brennerpass, in einem reizvollen Alpengasthof, wo die Schwarzwaldvereinsler regelrecht verwöhnt wurden.

Gewandert wurde in zwei Gruppen. Je eine leichte und eine mittelschwere Bergwanderung standen täglich zur Auswahl. Die Wanderungen führten zum Obernbergersee, an die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien, mit herrlichen Ausblicken nach Südtirol. Eine Höhenwanderung zwischen dem Gschnitz- und dem Obernberger-Tal sowie die Besteigung des blumenreichsten Berges von Tirol, dem 2241 m hohen „Blaser“ standen ebenso auf dem Programm. Vom Enzian über den Wundklee sowie zahlreichen Orchideenarten bis zum Edelweiß und viele, viele andere Alpenblumen waren am blühen auf den ausgedehnten Almwiesen des „Blasers“. Mit einem einzigartigen Panoramablick, von den Stubaier Alpen mit dem „Habicht“ (3277 m), hinunter ins Inntal nach Innsbruck, auf das Kloster Maria Waldrast sowie ins Wipptal und seine Seitentäler, auf Matrei und Steinach, bis zu den Tuxer-Alpen mit dem dominierenden „Olperer“ (3476 m) wurden die Wanderer für die Mühen des Aufstiegs belohnt.

Auch eine Tagesfahrt nach Südtirol, ins Grödnertal und zur Sella-Gruppe wurde unternommen. Leider hatte es Petrus an diesem Tag nicht so gut gemeint mit den Wanderern. Konnte man an den vorhergehenden Tagen herrliches Wanderwetter mit Fernsicht genießen, so wurden beide Wandergruppen bei ihren Wanderungen vom Sellajoch über den „Friedrich-August-Weg“ zur Seiseralm und vom Pordoijoch über den „Bindelweg“ zum Fedajasee im Laufe des Nachmittags nass. Ein weiterer Regentag wurde zu einem Ausflug in das historische Glasbläserstädtchen Rattenberg, sowie ins schöne Alpbachtal und nach Pertisau am Achensee genutzt.

Am letzten Wandertag hatte Petrus dann allerdings wieder Einsicht und sorgte für schönes Wanderwetter bei einer Almenrundwanderung im Navistal, welche den krönenden Abschluss einer schönen und erlebnisreichen Wanderwoche bildete.