Obermaiselstein
Eine Winterausfahrt ins Allgäu
Eine dreitägige Winterausfahrt unternahm eine 20köpfige Reisegruppe des Schwarzwaldvereins ins Allgäu nach Obermaiselstein bei Oberstdorf, wo gerade die Nordischen Skiweltmeisterschaften zu Ende gingen. Bei der diesjährigen Schneelage konnten die Teilnehmer unter der Führung von Karin und Fritz Härdter alles auskosten was die Region der "Hörnerdörfer", dazu gehören: Fischen, Bolsterlang, Obermaiselstein, Balderschwang und Ofterschwang, im Winter den Gästen zu bieten hat.
Im weitläufigen und gepflegten Loipennetz kamen die Langläufer ebenso auf ihre Kosten wie die Alpinskifahrer an den verschiedenen Skiliften der Region. Besonderen Spaß machte auch eine Schneeschuhwanderung mit Hans-Peter, dem humorvollen örtlichen Wanderführer. Aber auch ganz ohne Ski oder Schneeschuhen an den Füßen, konnten die Wanderer diese herrliche Winterlandschaft auf reizvollen, geräumten Wegen erleben und genießen.
Schneeschuhwandern macht Spaß und braucht im Gegensatz zum Skilaufen nicht erlernt werden. Im Gänseschritt hinter Hans-Peter, stapfte die Gruppe quer durch die hügelige Umgebung von Obermaiselstein hinauf in Richtung Balderschwang . Ein Einkehrstopp in "Hansi's Höhlenstüble" gehörte natürlich dazu, so eine Schneeschuhwanderung macht schließlich durstig. Dass nicht nur die Bein- und Arm-Muskulatur sondern auch die Lachmuskeln trainiert wurden, dafür sorgte Hans-Peter der seine Gäste mit zahlreichen Witzen unterhielt sowie manch freiwilliger oder unfreiwilliger Sturz in den weichen Schnee. Entlang der "Hörnerdörfer" zog es die Langläufer am nächsten Tag in der Loipe bis nach Ofterschwang. Im "klassischen Stil" und im neuen "Skating-Stil" tummelten sich zahlreiche Langläufer in dem weit verzweigten Loipennetz mit seinem herrlichen Panorama.
Eine besondere Attraktion stand am Abend auf dem Programm, Hans-Peter machte es möglich. Eine nächtliche Fackelwanderung durch die verschneite und vereiste Breitachklamm. Riesige Eiszapfen, ja ganze "Eisvorhänge" bis zu 20 m hoch hängen an den engen Felswänden über der reißenden Breitach und glitzerten im Fackelschein. Die nächtliche Atmosphäre bei leichtem Schneefall, die Eiswände und der tosende Gebirgsbach in der tiefen Schlucht faszinierten die Teilnehmer ganz besonders.
In Oberstdorf wurde die Schattenbergschanze mit der neuen Skiarena besichtigt, wo die Skispringen der Nordischen Ski-WM stattfanden. Eine abschließende Wanderung bei leichtem Schneefall entlang der Tretach, in einer verträumten Winterlandschaft in Richtung Spielmannsau bis zum Christlessee, brachte die Wanderer ins Schwitzen. Auf dem Rückweg führte die Wanderstrecke auch noch am neuen WM-Langlauf-Stadion Ried vorbei, so dass die Haiterbacher einen Eindruck bekamen, von den neuen Wintersportanlagen und den gewaltigen Investitionen für die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf. Wanderwart Walter Buhl sprach allen Teilnehmern aus dem Herzen, als er in seinem Dankeswort an die Organisatoren Karin und Fritz Härdter die Hoffnung aussprach, sie mögen doch bitte fürs nächste Jahr eine Wiederholung dieser schönen Winterausfahrt ins Auge fassen.


